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Neue CD mit Kantaten von Antonio Bononcini

Neue CD mit Kantaten von Antonio Bononcini

Mit dem Ensemble Ars Antiqua Austria und Gunar Letzbor verbindet Alois Mühlbacher seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit in Konzerten (Festival für Alte Musik Utrecht, Resonanzen im Wiener Konzerthaus, ...) und zahlreichen CD-Aufnahmen. Die aktuelle CD mit Kantaten von Antonio Bononcini erschien bei Challenge Records.
Unter der Herrschaft des aufgeklärten Kaisers Joseph I. ließen sich viele Komponisten aus Norditalien in Wien nieder. Antonio Bononcini war einer der fortschrittlichsten Komponisten seiner Zeit. Wir stellen hier drei Kantaten von Bononcini aus dem Jahr 1706 vor. Sie wurden höchstwahrscheinlich zuerst in Musikakademien aufgeführt. Seine amourösen Kammerkantaten bestechen durch ihre intime, zeitlose Schönheit. Die sinnlichen Violinen liefern sich einen unterhaltsamen Wettstreit mit den sehnsüchtigen, verträumten Linien der Altstimme. Die hier eingespielten Kantaten beschäftigen sich alle mit den Sorgen und Sehnsüchten der Liebe zu einem fernen Partner.
Sie scheinen als eine zyklische Konstruktion konzipiert worden zu sein, in der jedes Stück in Beziehung zu den anderen steht. Bononcini war ein Meister der musikalischen Rhetorik und versteht es meisterhaft, musikalische Figuren mit poetischer Phrasierung zu verbinden. Diese sinnlichen Werke wurden höchstwahrscheinlich im Rahmen von Adelsakademien aufgeführt. Seit der Jahrhundertwende wurden musikalische Darbietungen häufig als Akademien bezeichnet. Mit dieser neuen Definition wurden Akademien nach und nach auch von kleineren Adligen und später sogar von der Bourgeoisie veranstaltet.
CD bestellen (25€), Mail an:
christa@steinkellners.com
Alois singt an der Mailänder Scala
Alois singt an der Mailänder Scala

Alois Mühlbacher singt den Oberto in Händels Alcina unter der Leitung von Marc Minkowski und seinem Orchester Les Musiciens du Louvre an der Mailänder Scala. An der Seite internationaler Sängerstars wie Magdalena Kožená oder Erin Morley wird Alois am 8. Februar 2024 an der Mailänder Scala debütieren.
Weitere Infos
Alois Mühlbacher und Franz Farnberger gründen das Ensemble PALLIDOR
Alois Mühlbacher und Franz Farnberger gründen das Ensemble PALLIDOR

PALLIDOR
"Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart."
(Sir Isaiah Berlin)
Der unverwechselbaren Stimme und der einzigartigen Interpretationskunst des jungen Countertenors Alois Mühlbacher einen ganz persönlichen Rahmen geben: das war die Idee hinter der Gründung des Ensembles PALLIDOR.
"Pallidor" ist das Pseudonym des Dichters Georg Christian Lehms (1684-1717), der viele Texte der Kantaten Johann Sebastian Bachs verfasst hat. Der Name des Ensembles gibt eine wesentliche Zielrichtung vor: das vokale Werk Johann Sebastian Bachs.
"Wie jammern mich doch die verkehrten Herzen", "Mir ekelt mehr zu leben", ......
Schon 1868 schrieb der damalige Leipziger Kantor Ferdinand Hiller über eine Kantate Bachs: "Der Text der Kantate ist gräßlich - ein Gemisch mystischer, trivialer, zopfiger Verse, in einem Deutsch, bei welchem sich einem die Haare sträuben, wenn man noch irgendwelche hat." Tatsächlich empfinden wir auch heute noch - besonders bei punktueller Betrachtung - die barocke Sprache als überladen und schwülstig. Und doch ist Bach mit jedem Ton auf die Worte der Dichtung nach allen rhetorischen Grundsätzen eingegangen. Aber hat er sie bloß vertont oder vielmehr als Instrumentbenützt, weit über das mit Worten Sagbare hinauszugehen?
Das Instrument der Dichtung - auf ihm spielt Alois Mühlbacher virtuos und sensibel zugleich.
Mit ihm musizieren die besten SpezialistInnen für Barockmusik; die Erfahrung und Expertise eines/einer jedenvon ihnen ist willkommen und unverzichtbar.
Das 43 Jahre ältere musikalische Alter Ego von Alois, Franz Farnberger, sein Mentor, Chorleiter und Klavierpartner von seiner Zeit als Sopransolist der St. Florianer Sängerknaben an, bringt als Leiter des Ensembles nicht nur seine vielfältige musikalische Lebenserfahrung ein, sondern vor allem auch seinen Ideenreichtum und seine Fähigkeit, alles immer wiederneu zu denken.
"Wenn man Bach oder eine gregorianische Melodie hört, verstummen alle Fähigkeiten der Seele und spannen sich an, um diese vollkommen schöne Sache zu begreifen, jede auf ihre Weise. Der Verstand unter anderen; er findet hier nichts zu bejahen und nichts zu verneinen, doch er findet darin seine Nahrung.
Muss der Glaube nicht eine Zustimmung dieser Art sein?
Man erniedrigt die Mysterien des Glaubens, wenn man aus ihnen einen Gegenstand der Bejahung oder der Verneinung macht, wo sie doch Gegenstand der Betrachtung sein müssen.
Im Bereich des Verstandes ist die Tugend der Demut nichts anderes als die Aufmerksamkeit."
(Simone Weil)
Das erste große Projekt von Alois Mühlbacher, Franz Farnberger und PALLIDOR ist eine CD-Aufnahme von Alt-Solokantaten und Arien von Johann Sebastian Bach. In der zweiten Augustwoche 2023 wurde damit begonnen.
Aufgenommen wurden bereits die Kantate "Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust" (BWV 170) und die Arien "Wohl euch, ihr auserwählten Seelen (BWV 34/4) und "Ich will auch mit gebrochnen Augen" (BWV 125/2).
Aufnahmeort war die Kurhauskirche Schärding, diese wurde wegen ihrer wunderbaren, auf 415 Hz gestimmten Nelson-Orgel ausgewählt. Während auf vielen Aufnahmen der Bach-Kantaten eine Truhenorgel zu hören ist, wollte Erich Traxler, der Organist des Ensembles, unbedingt - in historisch richtiger Weise - auf einer mehrmanualigen Kirchenorgel spielen, was speziell bei den Arien mit obligater Orgel ein ganz anderes Klangbild ergibt.
Die Aufnahme wird im Oktober mit der Kantate "Ich habe genung" (BWV 82) und der Arie "Gott, man lobet dich in der Stille" (BWV 120/1) fortgesetzt.
Weitere Informationen: pallidor.at
Alois Mühlbacher veröffentlicht Nisi Dominus von Antonio Vivaldi auf Vinyl!
Alois Mühlbacher veröffentlicht Nisi Dominus von Antonio Vivaldi auf Vinyl!

Das „Nisi Dominus“ von Antonio Vivaldi für Countertenor und Orchester gehört zu einem vieler unzähliger Meisterwerke des Komponisten. Nach dem großen Erfolg der CD-Produktion (erschienen 2021 bei Preiser-Records) veröffentlicht Mühlbacher nun das Werk auch auf Vinyl.
„Nisi Dominus“ ist eine geistliche Kantate zu neun Teilen.
Jede dieser Nummern kann unterschiedlicher nicht sein. Das Stück reicht von brausenden Koloraturen bis hin zu langen Legatobögen.
Eine ideale Bühne für Solist und Ensemble.
Mit dem Ensemble Scaramouche hatte Alois Mühlbacher ausgewiesene Spezialisten historischer Instrumente an seiner Seite. Die Leitung übernahm Franz Farnberger.
Die Wiener Künstlerin Beatrix Sunkovsky hat daraus eine Art Dokumentation der Aufnahme filmisch verwirklicht.
Vom berühmtesten Teil der Kantate, dem „Cum dederit“ gibt es auch einen Kunstfilm, der in Wien am Donaukanal entstanden ist. Alle Videos wurden auf YouTube veröffentlicht.
Sunkovsky leitete auch das Vinyl-Projekt und engagierte den Künstler Peter Kubesa für die Grafik. Die Fotografie des Covers stammt von Alexander Eder.
Es entstand ein Gesamtkunstwerk, das bei Preiser-Records in einer limitierten Auflage erschienen ist.
Die Präsentation der Platte fand am 2.10.2022 im Museum für angewandte Kunst in Wien statt.
Bei Interesse an der Vinyl-Platte kontaktieren Sie bitte Frau Mag. Christa Steinkellner mit Ihren Kontaktdaten!
christa@steinkellners.com
LA FESTA 28. September
Marmorsaal Stift St. Florian, 19:30 Uhr
LA FESTA 28. September

„LA FESTA“ unter diesem Titel findet ein Gala-Konzert im barocken Marmorsaal des Stiftes St. Florian mit Alois Mühlbacher und seinem Ensemble Pallidor unter der Leitung von Franz Farnberger statt. Ein Barockfest mit Musik von G. F. Händel und Antonio Vivaldi. Karten: https://www.pallidor.at/details-registrierung/la-festa
Alois Mühlbacher wurde mit der CD URLICHT für den Opus Klassik 2023 in drei Kategorien nominiert.
Neue CD: URLICHT
Neue CD: URLICHT

Nach der letzten Veröffentlichung Nisi Dominus – Stabat Mater mit barockem Repertoire von Pergolesi und Vivaldi widmet sich Alois Mühlbacher auf seiner neuesten Einspielung Urlicht, die im Mai beim Label ARS Produktion erscheint, nun Meisterwerken einer gänzlich anderen Gattung und Epoche: Liedern von Gustav Mahler und Richard Strauss. Neben der Sinfonik bei Mahler und Opern sowie Tondichtungen bei Strauss nahm das Lied im Œuvre der Zeitgenossen einen prominenten Platz ein. Beide Komponisten einte die tiefe Beziehung zur Literatur und gerade zur Lyrik als Inspirationsquelle für deren musikalische Ausdeutung und Überhöhung in eine Ausdruckssphäre, die das jeweils eigene Lebensempfinden widerspiegelte.
Für seine Neuerscheinung hat Alois Mühlbacher Mahlers Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert sowie Wo die schönen Trompeten blasen und das titelgebende Urlicht aus Des Knaben Wunderhorn aufgenommen. Darüber hinaus präsentiert die CD verschiedene Lieder von Strauss, die allesamt in dessen erster Lebenshälfte entstanden sind, darunter aus seiner ersten Sammlung Acht Gedichte aus ›Letzte Blätter‹ op. 10 nach Hermann von Gilm zu Rosenegg oder den Schlichten Weisen op. 21 nach Gedichten von Felix Dahn.
An der Seite von Alois Mühlbacher steht dessen Mentor und langjähriger Akkompagnist Franz Farnberger, der sich an zahlreichen gemeinsamen Liederabenden und bei CD-Aufnahmen als »sehr aufmerksamer und flexibler Begleiter [mit] bemerkenswerten pianistischen Fähigkeiten« (Rondo) profiliert hat.
CD kaufen: zum Onlineshop
Wo die schönen Trompeten blasen
Wo die schönen Trompeten blasen

Eine künstlerische Begegnung zwischen Gesang/Raum/Performance als Videoproduktion von und mit dem Countertenor Alois Mühlbacher und Beatrix Sunkovsky unter Mitwirkung zahlreicher herausragenden Musiker*innen.
In der sich stark verändernden Musiklandschaft sind Auftritte im Internet ein wesentliches Forum zur Kommunikation geworden. Aus einer künstlerischen Intervention im Rahmen einer Katalogpräsentation in der Secession in Wien entwickelte sich zwischen dem Countertenor Alois Mühlbacher und der Künstlerin und Szenografin Beatrix Sunkovsky eine langfristige Zusammenarbeit, die dieses Forum als Raum künstlerischer Ausweitung für sich entdeckt hat.
Es entstanden und entstehen - à long terme - in sich geschlossene episodische filmische Sequenzen, die in regelmäßigen Abständen auf YouTube einzusehen sein werden.
Diese Musikvideos beschäftigen sich mit neuen Interpretationen von tradierten Werken oder neuen Kompositionen, verorten sie in unterschiedlichen Räumen und Landschaften, setzen ihrer Entstehungszeit die Jetztzeit gegenüber - kleine musikalische Tableaus, die in der Aneinanderreihung - in der Serie also - einen Einblick geben werden in ein heutiges Verständnis von Musik als Bewegung in Zeit und Raum.
Zum Video
VERSCHOBEN Assalonne, Antonio Caldara
VERSCHOBEN Assalonne, Antonio Caldara

Alois Mühlbacher ist Assalonne!
Das dramatische Oratorium Assalonne von Antonio Caldara wurde wahrscheinlich 1728 in Salzburg aufgeführt.
In diesem biblischen Drama geht es um Verschwörung, Rache, Verrat und Manipulation.
Besonders der Aspekt der Verschwörung ist heute, wie damals brandaktuell:
König David trifft eine falsche Entscheidung und plötzlich spaltet sich das Königreich in
zwei Lager. Berühmt ist Davids Klage um seinen getöteten Sohn Abschalom, die bis heute
Komponisten und Bands zu hochemotionaler Musik inspiriert.